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Yoga Tablet 2 Pro vorgestellt

Das neue Yoga Tablet 2 Pro von Lenovo

Es ist eine Idee, die zugleich nahe liegt und doch überrascht. Lenovo hat bei einer Produktpräsentation in London unter anderem das Yoga Tablet 2 Pro gezeigt, das im Standfuß einen Beamer integriert hat. Der Inhalt, der auf dem Bildschirm dargestellt wird, kann der Nutzer in abgedunkelten Räumen auf weißen Flächen wie Wänden oder Decken werfen. Laut Lenovo schafft der Beamer eine Bilddiagonale bis zu 127 Zentimeter. Das sind immerhin 50 Zoll.

 

Dass andere Hersteller bisher noch nicht auf diese Idee gekommen sind – oder sie nicht umsetzen konnten – liegt an der besonderen Form des Yoga Tablet. Eine der beiden längeren Kanten ist etwas dicker, weil dort bewusst der Akku verbaut ist. So kann das Tablet ähnlich einem aufgeschlagenen Buch von dem Nutzer in der Hand gehalten werden. Lenovo spricht von einem „ergonomischen Zylinder“. Zudem hat der Hersteller an dieser Seite einen kleinen Klappständer integriert. Dadurch lässt es sich etwa auf einen Tisch stellen.

Diese beiden Funktionen werden die Alleinstellungsmerkmale des Yoga-Tablets der kleineren Varianten auch bleiben. Denn nur das große Modell in 13 Zoll wird den Beamer integriert haben.

Michael Spehr hatte die erste Version des Yoga getestet und war von ihm überzeugt. „Im Vergleich mit den beiden iPad-Baureihen ist das von uns erprobte kleinere Yoga durchaus eine Alternative zum iPad Mini der ersten Generation. Insgesamt wird dieser Lenovo ein Erfolg. Nach vielen Irrwegen sind die Chinesen nun im Tablet-Markt angekommen.“

Im Unterschied zu diesem Tablet hat Lenovo auf mehreren Ebenen nachgerüstet. Alle Varianten (8, 10 und 13 Zoll) sind jetzt mit einem Intel-Atom-Prozessor ausgestattet, das Betriebssystem ist mit Android 4.4 aktuell, die Rückkamera hat acht Megapixel und die Frontkamera 1,6 MP. Das Modell mit dem Beamer hat ein „Quad-HD-Display“ mit einer üppigen Auflösung von 2560 x 1440 Pixel. Hinzu kommen zwei Frontlautsprecher und ein „Bass-Subwoofer“ (ein Pleonasmus, weil Subwoofer immer den Frequenzbereich des Basses wiedergibt), die Dolby-Surround-Sound ausgeben können.

Eine kleine Änderung im Design des Ständers hat große Wirkung. Weil er in der Mitte eine quadratische Auslassung hat, kann man das Yoga-Tablet auch wie ein Bild aufhängen. Lenovo schlägt als Einsatzort die Küche vor: „Schau dir beim Kochen einen Film an.“ Bei den meisten dürfte dann nur noch der ungenutzte Nagel fehlen, um es so nutzen zu können. Lenovo verspricht im Übrigen 15 Stunden Akkulaufzeit.

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Wie lichtstark der Beamer ist, ob das Soundsystem etwas taugt und wie lange der Akku tatsächlich hält, werden wir beurteilen können, wenn wir ein Testgerät bekommen haben. Es könnte sich – wie schon der Vorgänger – um ein spannendes Produkt handeln. Zumal es zwei kleineren Modelle auch mit Windows 8.1 als Betriebssystem geben wird.

Die Preise beginnen bei 229 Euro für das kleine und enden bei 599 Euro für das große Tablet, das dann auch im LTE-Standard funken kann.

Der PC-Markt erholt sich entgegen der Vorhersagen

Zugegeben, er ist reichlich abgedroschen, aber hier stimmt der Spruch: Totgesagte leben länger. Ich meine das in Beziehung zum PC-Markt. Sowohl die Verkäufe von Desktop-PC’s als auch die von Laptops haben sich nach einem starken Einbruch in den letzten Jahren jetzt wieder erholt. Ganz überraschend kommt das nicht. Der Rückgang der PC-Verkäufe hing vor allem mit dem großen Erfolg der Tablet-Computer, Smartphones und ipads zusammen. Diese Geräte versprachen letztendlich mehr, als sie halten konnten. Man muss einfach feststellen, dass Smartphones oder Pads/Tablets einfach einen Desktop-PC bzw. Laptop nicht vollwertig ersetzen. Bei der Größe der Displays gibt es schon das erste Problem. Für viele, vor allem ältere Nutzer ist der Bildschirm auf den mobilen Endgeräten schlicht zu klein. Genauso sieht es mit der Speicherkapazität aus. Viel Platz ist auf dem lokalen Speicher der Smartphones und Tablets nicht und eine große Mehrheit der Nutzer möchten nicht die Möglichkeit der Cloud-Speicherung nutzen, sie vertrauen der Technik einfach nicht. Dies umso mehr, weil kürzlich Nacktfotos von Prominenten von gehackten Accounts gestohlen und veröffentlicht wurden. Ein weiterer Nachteil der sogenannten mobile devices ist die teilweise sehr eingeschränkte Möglichkeit, externe Geräte wie Festplatte, Stick oder Drucker anzuschließen. Schließlich ist einer der bedeutendsten Nachteile die Eingabe an sich. Auch, wenn es externe Tastaturen gibt, viele Leute können sich daran einfach nicht gewöhnen und gehen zur klassischen Variante zurück und arbeiten wieder an ihrem Windows-PC. Auch bei den Reparaturmöglichkeiten schneiden Smartphones und Tablets wie das iPad schlechter ab. Obwohl die Geräte für den mobilen Einsatz konzipiert sind, sind sie doch empfindlicher, als man denkt. Ein Display-Austausch oder ein Defekt des Touchscreens kann unverhältnismäßig teuer werden, das gilt übrigens auch für eine Datenrettung, falls das Gerät überhaupt nicht mehr funktioniert. Das ist bei Windows PC’s oder Laptops schon teuer, dafür sind aber die Erfolgsaussichten erheblich besser.

 

Als Fazit lässt sich sagen, dass die Vorhersagen vor einigen Jahren so nicht eingetroffen sind. Die Leute schätzen gewohnte Arbeitsmittel und haben gemerkt, dass allein ein Tablet oder Pad nicht ausreicht, um vollständig arbeitsfähig zu sein.