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Netzausbau: Im Internetzeitalter ist Deutschland wieder geteilt

Torsten Westphal würde sein Leben gern anders leben. Er würde von zu Hause arbeiten und nicht jeden Tag im dichten Verkehr eine Stunde nach Berlin fahren. Er würde seiner Tochter und seinem Sohn das freie Internet erlauben und nicht schon mittags den Internet-Router abstellen. Er würde Filme über das Web streamen und nicht DVDs kaufen oder in der Videothek ausleihen.

Torsten Westphal würde gern ein modernes Leben leben. Doch der 46-Jährige lebt in Blumberg, einem Ortsteil von Ahrensfelde, nicht einmal fünf Kilometer östlich von der Berliner Stadtgrenze entfernt, der größten Metropole in Deutschland. Dort, wo Westphal mit seiner Frau und seinen Kindern wohnt, ist digitales Niemandsland. Auf der Karte der DSL-Breitbandanschlüsse ist dort, wo Blumberg liegt, ein weißer Fleck. „Man hat uns schlichtweg vergessen“, sagt Westphal.

Dabei hatte alles so gut angefangen. Nach der Wiedervereinigung wollte die Deutsche Telekom dem Osten Gutes tun – und hat Glasfasertechnik in die Erde gebuddelt. Unglücklicherweise zeigte sich im Nachhinein, dass die sonst üblichen alten Kupferleitungen weitaus leistungsfähiger waren als angenommen.

Und so rüstete die Telekom die Kupferleitungen mit dem schnellen DSL-Internet auf. Orte wie Blumberg hatten das Nachsehen, ihnen blieben nur die schicken ISDN-Leitungen, mit gerade einmal 128 Kilobit pro Sekunde. Und auch nur, wenn zwei Leitungen gebündelt werden.

Alten Glasfasernetze wurden überbaut

Damit lassen sich heute kaum noch Webseiten aufrufen. Dort, wo es sich wirtschaftlich lohnte, hat die Telekom in den vergangenen Jahren die alten Glasfasernetze kostspielig überbaut. Denn mit modernen Glasfasernetzen haben die ISDN-Leitungen nicht viel zu tun. In Blumberg lohnte sich der Überbau nicht. Einer Vielzahl von Gemeinden geht es ähnlich. Ohne Kostenbeteiligung will die Telekom dort nicht Hand anlegen. Doch die wenigsten Kommunen können die Summen aufbringen.

Wer Glück hat, bekommt Fördergelder. Blumberg hat Pech. Das muss auch Wilfried Gehrke zugeben, der Bürgermeister von Ahrensfelde. Seine Gemeinde liegt im Berliner Speckgürtel. „Dabei wird dort sogar Landwirtschaft betrieben“, sagt er. Drei der fünf Ortsteile von Ahrensfelde haben schnelle DSL-Anschlüsse. Blumberg und Mehrow leider nicht. Gehrke hat einmal durchrechnen lassen, was es kosten würde, um die 2200 Einwohner in Blumberg an ein modernes Glasfasernetz anzuschließen: zwei Millionen Euro. Damit hatte sich die Sache für die Gemeindevertreter erledigt.

Deutschland ist im Internetzeitalter wieder ein geteiltes Land. Die Trennung vollzieht sich nicht in Ost und West sondern in Stadt und Land. Während Bewohner großer Städte wie Berlin, Hamburg und München zwischen einer Vielzahl von Internet-Anbietern über Telefon- oder TV-Kabelnetze zum Niedrigpreis wählen können, gibt es in ländlichen Regionen häufig nur die Telekom – oder eben keinen Anbieter.

Auf dem Papier ist von dem Ungleichgewicht nicht viel zu sehen. Nach der Statistik sind heute in 99,7 Prozent aller Haushalte in Deutschland Internet-Geschwindigkeiten von einem Megabit pro Sekunde und mehr verfügbar. Gut 90 Prozent aller Haushalte kommen sogar auf sechs Megabit und mehr. Dass es statistisch zu einer einer solchen Abdeckung kommt, ist vor allem der Funktechnologie LTE (Long Term Evolution) zu verdanken. Bei der Versteigerung dieser Funkfrequenzen von 2010 hat die Bundesnetzagentur die Mobilfunker gezwungen, ländliche Regionen zuerst zu versorgen.

Funktechnologie LTE ersetzt Breitband nicht

Auch Blumberg hat LTE-Antennen bekommen. „Das ersetzt aber nicht den Breitbandanschluss“, sagt Bürgermeister Gehrke. Kommt es zum Stau auf der Autobahn A10, die Ahrensfelde durchschneidet, geht nicht mehr viel im Netz, weil sich dann Hunderte von Autofahrern plötzlich mit ihren Smartphones einbuchen.

Auch Torsten Westphal stößt zu Hause schnell an die LTE-Leistungsgrenze. Zwar wissen seine Bekannten bereits, dass sie ihm keine E-Mails mehr mit großen Anhängen schicken sollen. Doch gegen die beiden Teenager im Haus und ihren YouTube-Konsum kommt er kaum an. Sind erst einmal 15 Gigabyte verbraucht, wird die Funkgeschwindigkeit vom Anbieter gehörig gedrosselt. „Dann geht nichts mehr“, sagt Westphal.

Deswegen kontrolliert er ständig den Datenverbrauch. Wird es zu wild, dreht er schlichtweg den Router ab. Dann herrscht im Hause Westphal Funkstille. Das mag privat noch verkraftbar sein. In der Blumberger Friedrich von Canitz Grundschule treibt das aber skurrile Blüten. Zwar ist die Schule mit einem modernen Computerraum ausgerüstet.

Doch wenn drei Kinder zugleich ihren Internet-Browser öffnen, versagt das ISDN-Modem seinen Dienst und muss neu gestartet werden, berichtet Westphal, der als Mitglied der Bürgerinitiative „DSL nach Blumberg“ das Thema immer wieder bei Gemeindesitzungen zur Sprache bringt. „Wo bleibt da die Chancengleichheit?“, fragt er.

Kein schnelles Internet – Hotelkunden bleiben aus

Diese Frage stellt sich auch Frank Streich, Besitzer des Blumberger Hotels Aragon. „Im Wettbewerb mit anderen Hotels spiele ich mit einer Pflaume, nicht mit einem Rundball.“ Dann redet sich Streich in Rage, erzählt von seinen nagelneuen Internet-Fernsehern auf jedem Zimmer, die er nicht anschließen kann, von Geschäftsleuten, die nicht mehr zurückgekommen sind, weil sie sich einen Aufenthalt ohne Internet nicht mehr vorstellen können, von Firmen, die ihre Tagungen inzwischen lieber woanders veranstalten.

Inzwischen hat Streich zum allerletzten Mittel gegriffen. Seinen Gästen bietet er nun Internet über Satellit. Eine Notlösung, wie er sagt. Sind zehn Gäste online, ist die Bandbreite ausgelastet. „Wir stoßen damit jeden Tag an unsere Grenze.“

Industrie und Gewerbetreibende singen das Klagelied gemeinsam. Ohne schnelle Internetanschlüsse lassen sich heute kaum noch Firmen ansiedeln. Dass die Auswirkungen weithin spürbar sind, haben Wissenschaftler längst in einer Vielzahl von Studien festgestellt. Demnach soll eine zehnprozentige Zunahme der Breitbandversorgung die Wirtschaftskraft eines Landes um jährlich 1,5 Prozent steigern.

Tatsächlich sind eine Vielzahl von Jobs ohne Breitbandinternet kaum denkbar. Dieser Effekt dürfte sich noch verstärken, je mehr Unternehmen auf Cloud-Dienste zugreifen, bei denen Informationen und Funktionen direkt aus Rechenzentren geliefert werden und nicht mehr von Computern aus den Unternehmen selbst. Auch für digitale Anwendungen wie Internet-Fernsehen und E-Government ist schnelles Internet unerlässlich.

Telekom spricht vom „Schneckenband“

Experten sehen in Gesundheitsleistungen aus der Ferne eine Maßnahme gegen den Ärztemangel in ländlichen Regionen. Nach und nach werden schnelle Internet-Zugänge so selbstverständlich wie Wasser- und Stromanschlüsse. Schon jetzt ist absehbar, dass die Bandbreitenanforderung schnell steigen wird. Telekom-Deutschland-Chef Niek Jan van Damme nennt Bandbreiten von weniger als sechs Megabit bereits „Schneckenband“.

Während Privathaushalte möglicherweise mit dem Internet über Mobilfunk noch leben können, ist dies für Unternehmen keine Lösung. Zu schnell sind die Datenobergrenzen erreicht. Werden aber die Funklösungen aus der Statistik herausgerechnet, zeichnet sich in Deutschland ein ganz anderes Bild. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums bekommen hierzulande 1,9 Millionen Haushalte noch nicht einmal Internet-Geschwindigkeiten von mindestens einem Megabit über ihre Telefon- oder TV-Kabel. Schneckenhaushalte.

Experten sind sich einig, dass mittelfristig nur die neuen Glasfaseranschlüsse die notwendigen Leistungen erbringen können. Der Königsweg des Internet-Ausbaus – ein flächendeckendes, modernes Glasfasernetz – scheint derzeit aber nicht finanzierbar. Schätzungen zufolge würde er etwa 80 Milliarden Euro kosten. Vor allem in ländlichen Regionen könnte schon der Anschluss eines einzigen Haushalts Kosten von mehreren Tausend Euro bedeutet, weil die Leitungen neu verlegt werden müssen.

Glasfaserausbau dauert viel zu lange

Derzeit wird daher eher vorsichtig gebaut, bei der Telekom kommen etwa 100.000 bis 200.000 Glasfaser-Anschlüsse jährlich hinzu, nicht zuletzt, weil viele Nutzer nicht bereit sind, für hohe Geschwindigkeiten zusätzliche Gebühren zu bezahlen. Torsten Gerpott, Professor für Telekommunikationswirtschaft an der Universität Duisburg-Essen, hat die Ausbauleistung einmal hochgerechnet: Sollte es so weitergehen, würde Deutschland eine 50-prozentige Glasfaserversorgung in etwa 130 Jahren erreicht haben. Glasfaser-Anschlüsse erreichen Gigabit-Geschwindigkeiten. 1000 Megabit entsprechen einem Gigabit.

Zwar bauen auch die Telekom-Konkurrenten Glasfasernetze aus, doch beschränken sie sich meist auf Ballungsräume wie Köln oder München. Dass sich dieser Ausbau beschleunigt, ist derzeit nicht absehbar. Die Telekom hat jüngst grünes Licht von der Netzagentur für eine Technologie bekommen, die als „Vectoring“ bezeichnet wird. Vereinfacht dargestellt, bündelt sie damit die Kupferleitungen, die vom Straßenrand in die Häuser führen. Auf diese Weise sind Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde möglich.

Kritiker werfen der Telekom vor, so das Sterben der Kupferleitungen zu verlängern und den Glasfaserausbau zu verzögern. „Die DSL-Technologie ist am Ende des Lebenszyklus“, sagt Kabel-Deutschland-Chef Adrian von Hammerstein. Die Telekom bezeichnet Vectoring als Übergangstechnologie und entgegnet, dass sie dafür die grauen Kästen mit Glasfaser anschließen muss. Allein dies sei ein Schritt in die Glasfaser-Zukunft Deutschlands.

Die Politik hofft auf die Wirtschaft

Die Politik kann den Ausbau nur begrenzt anschieben. Zwar hat die Bundesregierung Breitbandziele formuliert, doch verpflichten kann sie dazu niemanden. Demnach sollen bis Ende des kommenden Jahres drei Viertel der Haushalte in Deutschland mit Geschwindigkeiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde versorgt werden können. „Nicht zu schaffen“, sagten Experten. Bis 2018 sehen die Breitbandziele sogar eine vollständige Versorgung mit mindestens 50 Megabit vor. „Die Bundesregierung sieht die Breitbanderschließung vordringlich als Aufgabe des Marktes“, heißt es dazu aus dem Wirtschaftsministerium. Will sagen: Die Wirtschaft soll es richten.

Dort, wo es sich nicht lohnt, richtet sich aber gar nichts. Und in vielen Fällen helfen auch Fördergelder nicht weiter, die nur zögerlich fließen. Doch im vergangenen Jahr gab es aus diesen Mitteln gerade einmal 16 Millionen Euro Zuschüsse. „Die Förderung des Breitbandausbaus ist nicht alleinige Aufgabe des Bundes, sondern muss von Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam geschultert werden“, antwortete die Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage.

Bei der Erneuerung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) haben die Politiker darauf verzichtet, einen Breitbandanschluss von zwei Megabit pro Sekunde für jeden Bürger zu garantieren. Zwar gab es sowohl bei den Grünen als auch innerhalb der SPD Befürworter für eine Ausbauverpflichtung. Doch am Ende fand sich davon im Gesetz nichts wieder.

EyeEm: Deutscher Fotodienst überholt Instagram

 

Verärgerte Nutzer bei Instagram: Das deutsche Startup EyeEm hat davon profitiert und erstmals den Konkurrenten in Apples US-App-Store überholt. Gleichzeitig mit dem Vorfall bei Instagram seien die Zahlen bei EyeEm explodiert, sagt dessen Gründer Florian Meissner.

Tech-Blogs rund um die Welt staunen: Das deutsche Startup EyeEm feiert international Erfolge und hat in Apples App Store sogar Instagram überholt. EyeEm ist genau wie der große Konkurrent eine Foto-App für Smartphones. Es ist verfügbar für iOS-, Android- und Windows-7-Geräte, mit dem Programm können Bilder aufgenommen und mit Filtern bearbeitet werden. Ist man mit seinem Werk zufrieden, kann es beschriftet, nach Themen sortiert, mit Standortdaten versehen und hochgeladen werden. Continue Reading

Studie: Onliner im Passwort-Chaos

Hamburg (ots) – Fast jeder Internetnutzer (94 Prozent) loggt sich täglich in ein bis fünf Nutzerkonten ein, am häufigsten in Social Communitys, Onlineshops sowie E-Mail- und Messenger-Programme. Das Merken der Passwörter für die verschiedenen Seiten fällt jedoch nicht leicht. Knapp ein Drittel der Internetnutzer (30 Prozent) hat bereits wichtige Passwörter vergessen. Dies sind Ergebnisse aus der Studie „Social Media Impact 2012 – Social Sharing und Social Login im Web“, die die allyve GmbH & Co. KG durchgeführt hat. Wer sein Passwort nicht im Kopf hat, notiert es am häufigsten auf Papier (38 Prozent) oder speichert es in seinem Browser (20 Prozent). Dass die eigenen Methoden zur Speicherung von Passwörtern jedoch unsicher sind, gibt jeder Dritte (31 Prozent) zu. Continue Reading

Studie: Deutsche verstehen ihren Internet-Fernseher nicht

Zu blöd für die neue Technik? Bereits in einem Drittel der deutschen Haushalte stehen sogenannte Smart-TVs. Doch eine neue Studie zeigt, dass viele Kunden die Möglichkeiten der Geräte nicht nutzen. 

Die Deutschen sind durchaus bereit, früh neue Technik einzusetzen, sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsrat der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), während der Vorschau auf die Ifa, die im September in Berlin stattfindet. Continue Reading

„Im Wettbewerb um Cybereinfluss-Sphären“

Er gilt als Wonderboy der neuen, digitalen Welt: Jared Cohen (31) schaffte es – aus Stanford und Oxford kommend – blutjung in den Planungsstab des US-Außenamtes unter Condoleezza Rice. Auch Hillary Clinton übernahm ihn als Berater. Als solcher ersann er das „Digital Diplomacy“-Konzept des State Department. 2010 wechselte er zu Google Ideas, dem Thinktank des Internetkonzerns. Mit Eric Schmidt, Googles Aufsichtsratsboss und früherem CEO, legte er nun ein vielbeachtetes Buch vor, das einen „Blick in die Zukunft“ geben will. Im englischsprachigen Raum ist es bereits ein Bestseller, am Freitag erschien es auf Deutsch. Continue Reading

Net Applications: Aktuelle Marktanteile – Browser, OS und Suchmaschinen

Aktuelle Marktanteile von Browser, Betriebssystemen & Suchmaschinen ©Polylooks

Wir werfen einen Blick auf die aktuellen Marktanteile bei Desktop-Betriebssystemen, Browsern und Suchmaschinen. Die Gewinner und Verlierer des Monats April 2013.

Laut den Web-Analysten von .Net Applications musste Windows im April wieder einen leichten Rückgang bei den Marktanteilen hinnehmen, nachdem von Februar auf März noch ein Zuwachs gemessen worden war. Mac und Linux konnten jeweils leicht zulegen.
Desktop-OS / Monat Okt 12 Nov 12 Dez 12 Jan 13 Feb 13 Mrz 13 Apr 13
Windows 91,67% 91,45% 91,74% 91,71% 91,62% 91,89% 91,78%
Mac 7,16% 7,30% 7,07% 7,08% 7,17% 6,94% 7,01%
Linux 1,17% 1,25% 1,19% 1,21% 1,21% 1,17% 1,21%

Aktuelle Marktanteile: Desktop-Betriebssystem-Versionen Continue Reading

20 Jahre WWW: Cern will die erste Website rekonstruieren

Tim Berners-Lees alten Computer wieder zum Laufen zu bringen sowie seine Website in der Originalfassung ins Netz zu stellen – das sind zwei der Ziele eines Projekts am Cern. Anlass ist der 20. Jahrestag der Freigabe des World Wide Web.

Zum 20. Jahrestag des World Wide Web (WWW) hat das Cern das Projekt Restoring the First Website ins Leben gerufen, um die erste Website, die Tim Berners-Lee eingerichtet hat, zu rekonstruieren. Dazu gehört nicht nur die Seite selbst, sondern auch die originale Hardware. Continue Reading

Bundesrat: SPD wird Leistungsschutzrecht nicht aufhalten

 

Die Länder werden nicht den Vermittlungsausschuss des Bundesrates anrufen. Damit ist die letzte Hoffnung der Gegner dahin, das Leistungsschutzrecht zu verhindern.

Bis zum heutigen Donnerstag hofften die Gegner des Leistungsschutzrechtes, das Gesetz im Bundesrat noch aufhalten zu können. Diese Hoffnung ist nun dahin.

Das Gesetz soll erreichen, dass Medienunternehmen Geld verlangen dürfen, wenn Suchmaschinen und Aggregatoren ihre Inhalte im Netz mit einigen Worten anpreisen und verlinken. Jedoch ist der Entwurfstext so unklar formuliert, dass derzeit niemand sagen kann, wie lang diese sogenannten Snippets sein dürfen. Kritiker fürchten daher, dass es zu Rechtsunsicherheit und Klagen kommt. Auch halten sie die ganze Idee dieses Leistungsschutzrechtes für gefährlich, da sie glauben, dass der Zugang zu Informationen beschränkt werden könnte. Continue Reading

re:publica 2013: Datenzweifel, Porno und der Minirock des Internets

Die re:publica 13[1], die in diesem Jahr vom 6. bis 8. Mai in der Station in Berlin-Kreuzberg stattfindet, wirft ihre Schatten voraus. Die Macher der IKonferenz haben das Beta-Programm[2] veröffentlicht, wonach die Besucher wieder ein weites Themenfeld zwischen Datenschutz und Informationsfreiheit, öffentlich-rechtlicher Grundversorgung sowie Roboter- und Trollforschung erwartet. Im Blog der Veranstaltung wird als Vortragende etwa die MIT-Forscherin Kate Darling angekündigt[3], die dem digitalen Strukturwandel und eventuellen Bedrohungen der Unterhaltungsindustrie durch Filesharing und nutzergenerierte Inhalte anhand der früh im Netz aktiven Pornobranche nachzugehen verspricht. Continue Reading

Studie Hotelportale: Nicht immer transparent und günstig – Testsieger ist ehotel, HRS bietet den besten Service

Hamburg (ots) – Ob Berlin, Paris oder New York – Hotelportale im Internet bieten weltweit Unterkünfte für jeden Geschmack und jedes Portemonnaie. Dabei bleibt einem der lästige Vergleich einzelner Hotelwebseiten erspart und man findet schnell die passende oder preiswerteste Alternative. Doch wie übersichtlich sind die Portale, und gibt es dort günstige Angebote? Welchen Service können Verbraucher erwarten? Das Deutsche Institut für Service-Qualität untersuchte im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv neun bedeutende Hotelportale. Continue Reading

ITU-Treffen: Russland versucht erneut, das Netz zu übernehmen

 

Bei der Konferenz der Fernmeldeunion ITU wird gerade um einzelne Wörter gestritten. Auch der Wunsch, das Internet zu regulieren, ist noch nicht erledigt.

In Dubai hat die entscheidende Phase der World Conference on International Telecommunications (WCIT-12) begonnen. Mit Streit. Die Mitgliedstaaten der Fernmeldeunion ITU wollen sich bis Freitag auf neue International Telecommunication Regulations (ITRs) einigen, Regeln also für die Regulierung der Telekommunikation. Bislang gelten die nur für Telefonie, viele der Beteiligten aber wollen sie auf das Internet ausdehnen. Ob auf der Konferenz in Dubai ein Kompromiss ausgehandelt wird, oder ob sie spektakulär scheitert, ist im Moment völlig offen. Continue Reading

Infrastruktur – Karte zeigt Wahrscheinlichkeit von Internet-Blackouts

Das Sicherheits- und Intelligence-Unternehmen Renesys hat eine Weltkarte erstellt, die verdeutlichen soll, wie wahrscheinlich ein Internet-Blackout in einzelner Länder ist, wie es etwa zuletzt in Syrien geschehen ist.

„Kann es auch in Ihrem Land passieren?“, so die Leitrage der Untersuchung. Wenn das Internet dezentral gestaltet ist, um Kriege und Katastrophen zu überdauern, wie kann ein ganzer Staat binnen kürzester Zeit auf einmal „offline“ sein? Continue Reading

Studie: Onliner im Passwort-Chaos

Hamburg (ots) – Fast jeder Internetnutzer (94 Prozent) loggt sich täglich in ein bis fünf Nutzerkonten ein, am häufigsten in Social Communitys, Onlineshops sowie E-Mail- und Messenger-Programme. Das Merken der Passwörter für die verschiedenen Seiten fällt jedoch nicht leicht. Knapp ein Drittel der Internetnutzer (30 Prozent) hat bereits wichtige Passwörter vergessen. Dies sind Ergebnisse aus der Studie „Social Media Impact 2012 – Social Sharing und Social Login im Web“, die die allyve GmbH & Co. KG durchgeführt hat. Wer sein Passwort nicht im Kopf hat, notiert es am häufigsten auf Papier (38 Prozent) oder speichert es in seinem Browser (20 Prozent). Dass die eigenen Methoden zur Speicherung von Passwörtern jedoch unsicher sind, gibt jeder Dritte (31 Prozent) zu. Continue Reading

Spionage im Iran und Libanon

Eine neue Cyberwaffe, die mit dem Internetvirus Flame verwandt ist, hat Experten zufolge Computer im Iran, im Libanon, in Frankreich, Litauen und den USA infiziert. Das in Russland ansässige Antivirus-Unternehmen Kaspersky Lab erklärte am Montag, die von ihm „miniFlame“ genannte Spionagesoftware sei vergleichsweise klein, aber „hoch flexibel“. MiniFlame funktioniere als eigenständiges Spionage-Programm oder als eine Komponente von Flame oder verwandter Schadsoftware. Anders als der Computervirus Flame, der für große Spionageaktionen geeignet sei, sei die kleinere Version „ein hoch präzises, chirurgisches Angriffswerkzeug“, sagte Alexander Gostev von Kaspersky Lab. Continue Reading

Julian Assange: Wikileaks braucht Geld, Anonymous ist vom FBI unterwandert

In einer Stellungnahme hat Julian Assange das Spendenbanner auf Wikileaks-Seiten verteidigt. Außerdem attackierte er Anonymous scharf und warf dem Kollektiv vor, vom FBI infiltriert zu sein.

Wikileaks ist in ein Dutzend juristische Auseinandersetzungen in verschiedenen Ländern verwickelt, die „beispiellose Kosten“ verursachen: Mit diesem Argument verteidigt Gründer Julian Assange das Spendenbanner, das erscheint, wenn Nutzer Dokumente auf Wikileaks aufrufen. Mit den Kritikern vom Kollektiv Anonymous ging er in der über Twitter verbreiteten Stellungnahme hart ins Gericht. Continue Reading

IT-Security, Hacker, Virus:

von Christoph Witte (IT-Publizist in München)

Die COMPUTERWOCHE sprach mit dem CSC-Chef für Cyber Security Carlos Solari und dem Ex-FBI-Agenten Joseph Pistone, alias Donnie Brasco.

CW: Die Unsicherheit in der digitalen Welt scheint ständig zuzunehmen. Oder schwillt nur der Lärm der Warnungen an, die von Security-Providern verbreitet werden? Continue Reading

Wikileaks – Assange: Anonymous ist vom FBI unterwandert

Julian Assange, der nach wie vor in der ecuadorianischen Botschaft in London festsitzt, hat sich gegen die Anschuldigungen von Anonymous zur Wehr gesetzt. In einem Statement bezichtigt er die Hacker-Gruppierung, vom FBI unterwandert zu sein.

Solidaritäts-Abhandlung

„Grundsätzliche Solidarität bei Wikileaks und Anonymous“ heißt das auf Twitlonger einsehbare Dokument. „Gruppierungen, die als Einheit arbeiten, florieren und jene, die das nicht tun, werden zerstört und ersetzt“, leitet Assange den Brief ein. Nach einer Abhandlung über Solidarität verweist er schließlich auf den Fall „Sabu“. Continue Reading

Campus Party Europe: Ein freies Netz braucht freie Partys

Die Campus Party Europe in Berlin war vor allem eines: brav. Eine Fete, auf der irgendwas „gehackt“ werden soll, sieht jedenfalls anders aus. Schade eigentlich. Denn Kreativität braucht oft ein bisschen Chaos. Continue Reading