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Standard Operating Environment: Mit Linux und Open Source in die Cloud

Mit Migrationen in Cloud-Umgebungen, die auf Linux und Open Source basieren, können sowohl eine höhere Herstellerunabhängigkeit als auch eine hohe Standardisierung realisiert werden, und das nicht nur im Hinblick auf die Technologie, sondern auch was die Prozesse betrifft.

Linux und Open Source-Software haben die Art und Weise, in der wir über IT-Infrastruktur denken, komplett verändert und auch den IT-Betrieb von Grund auf modifiziert. 1996, noch bevor es eine Enterprise-Distribution von Linux gab, haben IT-Manager das Betriebssystem bereits genutzt, weil es einfach einzurichten und zu verwalten war.

Dennoch gab es bei der Linux-Einführung früher vielfach Widerstände, besonders bei Risikovorbehalten, da der viel zitierte Satz „Es ist noch niemand gefeuert worden, weil er IBM gekauft hat“ auch auf andere hochpreisige IT-Produkte angewendet wurde. Verantwortliche davon zu überzeugen, dass Linux und Open-Source-Software die besten Lösungen für Web-Services sind, nahm etliche Zeit in Anspruch. Marktkräfte haben ebenso wie vorkonfigurierte skalierbare Lösungen dazu beigetragen, dass Open Source ein Mainstream-Thema geworden ist.

Viele Early Adopter von Linux in den Unternehmen sind die gleichen Personen, die sich zwischen 2002 und 2007 für den Einsatz von Open-Source- und Standard-Hardware entschieden haben. Unternehmen, die diesen Weg einschlugen, konnten signifikante Einsparungen und Performance-Steigerungen realisieren. Sie können als Pioniere im Bereich Enterprise Open Source angesehen werden, die auf eine neue Umgebung migriert und es verstanden haben, eine zuvor hauptsächlich Community-basierte Lösung in einem kommerziellen Umfeld zu nutzen. Sie mussten anfangs höhere Investitionen in Kauf nehmen, sowohl im Hinblick auf die Akquisition von Mitarbeitern sowie die Umsetzung neuer Prozesse und Policies als auch hinsichtlich der reinen Technologie. Allerdings haben die in der Zwischenzeit erzielten Vorteile das mehr als wettgemacht.

 

 

Original:

http://www.computerwoche.de/a/

Ratgeber Datensicherheit: Docwallet: Daten sicher wie im Safe

Docwallet ist eine App samt optionalem Cloud-Dienst, um Dokumente sicher zu verwahren und auszutauschen. Sie eignet sich gut für iPad-Nutzer, die beruflich mit vertraulichen Daten arbeiten.

Während normale iPad-Nutzer selbst entscheiden können, ob sie ihre privaten Daten und Dokumente gegen Datenklau schützen, gibt es viele Berufsgruppen, die Vorsorge für den Schutz von Daten treffen müssen. Unter die „Geheimnisträger“ fallen zum Beispiel Rechtanwälte, Notare, Steuerberater oder Ärzte. Durch ihren Beruf haben sie Zugang zu vertraulichen und/oder schützenswerten Informationen. Eine Preisgabe wird strafrechtlich geahndet, entsprechende Vorschriften sind im Strafgesetzbuch und in berufsrechtlichen Regelungen festgehalten. Continue Reading

Owncloud: Selbst gemachter Cloudspeicher mit Virenschutz

 

Die kostenlose Cloud-Speicherlösung Owncloud ist in Version 5 erschienen und bietet nicht nur einen Virenschutz, sondern auch verbesserte Foto-, Adress- und Kalenderfunktionen. Nutzer können Owncloud im Gegensatz zu Dropbox auf dem eigenen Webspace installieren.

Über 100 Änderungen sind in die Cloud-Speicherlösung Owncloud in Version 5 eingegangen. Zu den wichtigsten gehört ein eingebauter Virenscanner. Aber auch eine aufgeräumte Benutzeroberfläche, Verbesserungen bei der Kalender- und Adressverwaltung und dem Fotomodul zählen zu den Neuerungen. Der Funktionsumfang von Owncloud liegt damit weit über dem des Konkurrenten Dropbox. Continue Reading

Backup: Sichern in der Wolke

Backups in der Cloud sollen das Sichern von Daten leichter machen. Welche Wolke am besten passt, ist für Mittelständler eine Frage der Unternehmensgröße – und des Vertrauens.

Freitagnachmittag, das Wochenende naht. Die Mitarbeiter sind schon aus dem Haus, der Chef fummelt noch an seinem Rechner – das Backup wichtiger Daten ist mal wieder fällig. Wenn der Computer den Geist aufgibt, sollen schließlich nicht alle gesammelten Daten futsch sein. Also wenigstens einmal im Monat eine DVD brennen oder die externe Festplatte anschließen. Und hoffen, dass die Mitarbeiter wichtige Daten ebenfalls wie abgemacht sichern.
„Gerade in kleinen Unternehmen ist das manuelle Sichern von Daten immer noch üblich“, sagt Alexander Meiners, Backup-Experte für Kleinunternehmen beim Business-Software-Anbieter Sage. Dabei könnte das umständliche Sichern dank der Cloud bald ein Ende haben. Backup-Server versprechen Mittelständlern das einfachere und sicherere Erstellen von Kopien für den Notfall, weit besser als auf der DVD oder externen Festplatte.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Bei der sogenannten Private-Cloud schaffen Firmen einen eigenen Server an, auf dem Daten von sämtlichen Firmenrechnern gesichert werden. Bei der öffentlichen Cloud stellt ein Dienstleister einen Server, auf dem Firmen ihre Daten speichern können. In Deutschland nutzen inzwischen 37 Prozent der Mittelständler eine private, 35 Prozent eine öffentliche Cloud, so eine aktuelle Studie des Softwareunternehmens Symantec. Mehr als jeder vierte Nutzer sieht in der Cloud vor allem eine Versicherung gegen Ausfälle seiner IT-Infrastruktur.
 
 
Business-Software-Anbieter Sage hat die Backups in der Cloud seit vergangenem Jahr im Programm. Für zehn Euro im Monat können bis zu fünf Nutzer regelmäßig ihre Daten sichern. Dazu bauen sie zu Beginn einmalig manuell eine Verbindung zum Sage-Service auf und melden sich mit Passwort an. Ab dann sichert die Software vollautomatisch im Hintergrund die Daten aus Sage-Anwendungen, ohne dass der Nutzer sich zu kümmern braucht. Außerdem kann der Kunde auch Dateien außerhalb des Sage-Universums bestimmen, die mit gesichert werden sollen. Die Sicherungsintervalle sind von wenigen Minuten bis zu einmal täglich frei wählbar. Bis zu 250 Gigabyte sind in der Pauschale enthalten: „Bislang reicht diese Speicherkapazität für jeden Kunden aus“, sagt Meiners.
Neben der einfachen Handhabe sieht er Vorteile bei der Sicherheit: Bei elementaren Schäden wie Feuer oder Wasser im Unternehmen nutzen herkömmliche Backups nichts, wenn der externe Datenträger im Büro liegt und gemeinsam mit den Rechnern zerstört wird. Gleiches gilt, wenn Einbrecher in der Firma zuschlagen.
„Viele Unternehmer zweifeln noch, ob ihre Daten bei externen Dienstleistern besser aufgehoben sind als bei ihnen selbst“, sagt Meiners. Experten warnen immer wieder davor, Daten auf ausländischen Servern zu speichern, erst recht, wenn sie außerhalb der EU stehen. Die Server, auf denen Sage die Daten der Kunden speichert, stehen deshalb in einem Rechenzentrum in Deutschland. Sie unterliegen damit den strengen deutschen Datenschutzbestimmungen.
Außerdem werden die Daten schon auf dem Rechner des Kunden verschlüsselt, bevor sie ihre Reise durch die Datenleitung antreten. Damit soll verhindert werden, dass sie unterwegs jemand ausspioniert. Selbst Sage kann die Informationen nicht im Klartext lesen, sondern nur verschlüsselte Puzzleteile. „Nur der Anwender kann die Daten mithilfe seines Passwortes auf seinen Rechnern einsehen, sonst niemand“, sagt Meiners.
 
Rüdiger van Hal, Chef der auf kleine und mittelständische Unternehmen spezialisierten Unternehmensberatung Mediadefine aus Essen, hält Backups per öffentlicher Cloud vor allem für Kleinstunternehmen von fünf bis zehn Nutzern für sinnvoll. Je nach Datenvolumen liege die Grenze höher oder niedriger. Immer vorausgesetzt, dass die technischen Voraussetzungen stimmen: „Bei vielen kleinen und mittelgroßen Firmen ist die DSL-Leitung schlicht zu klein, um Daten sinnvoll in einer Cloud zu sichern“, sagt van Hal. Denn spätestens, wenn häufig große Pakete wie Grafikdateien durch die Leitung verschoben werden, treibt das Hochladen die Leitung an ihre Grenzen, zumal wenn sich mehrere Mitarbeiter eine Datenleitung teilen. „Genau das ist aber bei vielen Kleinunternehmen üblich“, sagt van Hal.
Spätestens ab einer Unternehmensgröße von 20 Mitarbeitern hält er die öffentliche Cloud zur Datensicherung für unwirtschaftlich. „Für solche Unternehmen lohnt es meist, einen eigenen Server anzuschaffen und dort die Daten zu sichern“, sagt van Hal. Denn der ist dann meist günstiger, als für jeden Arbeitsplatz einen Cloud-Vertrag abzuschließen. Außerdem muss der Unternehmer seine Daten nicht nach draußen geben. „Das ist aus Sicht vieler Firmenchefs noch immer eine großer Vorteil“, sagt van Hal. Und wenn der Server nicht gerade in der Firmenzentrale steht, sondern zum Beispiel in einer Niederlassung oder in einer geschützten Serverfarm, passiert den Sicherungskopien auch nichts, wenn es tatsächlich einmal brennen oder einen Wasserschaden geben sollte. Das Sichern in einer solchen privaten Cloud funktioniert ebenfalls vollautomatisch, wenn der IT-Administrator oder ein Dienstleister den Service einrichtet: „Jeder Unternehmer kann selbst bestimmen, ob seine Daten in Echtzeit, alle paar Minuten oder einmal pro Nacht gespeichert werden sollen“, erläutert van Hal.
Ob private oder öffentliche Cloud, wichtig ist in jedem Fall der Schutz vor Angriffen aus dem Internet. Denn die größte Gefahr droht Firmendaten längst nicht bei einem Brand im Büro oder wenn eine Festplatte den Geist aufgibt. „Angriffe mit Trojanern und Viren, die Daten ausspähen oder Rechner lahm legen sollen, werden für Unternehmen ein immer größeres Problem“, sagt van Hal. Viele Cloud-Anbieter werben deshalb mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen. „Die sind beim eigenen Server aber genauso gut machbar“, sagt van Hal.
Artikel-Quelle: www.ftd.de