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Maas gegen Hatespeech auf Facebook: Das war wohl nichts

Maas gegen Hatespeech auf Facebook

Die groß angekündigten Initiative des Justizministers bringt nur dünne Ergebnisse. Die Konzerne bestimmen weiterhin, was rechtens ist.

In den Überschriften zum Thema steht: Gehasst werden darf auf diesen Plattformen nun nur noch maximal 24 Stunden lang. Spätestens dann, verpflichten sich deren Betreiber, müssen die entsprechenden Posts gelöscht sein. Klingt erst mal gut, ist aber dann doch ein bisschen komplizierter. Der genauere Wortlaut ist: Die Mehrheit von Einträgen, die als Hatespeech gemeldet wurden, werden binnen 24 Stunden überprüft – und entfernt, wenn sie rechtswidrig sind.Breaking News: Facebook hält sich künftig an deutsches Recht. Google und YouTube und Twitter auch. Das präsentierten Justizminister Maas und Vertreter von Facebook und Google am Montag in Berlin als Ergebnis von Verhandlungen gegen Hatespeech im Netz.

Das als großen Erfolg verkaufen zu müssen ist für Justizminister Heiko Maas eine sportliche Aufgabe. Im September hatte er Facebook noch einen gepfefferten Brief geschrieben, in dem er den Umgang mit rassistischen und fremdenfeindlichen Kommentaren als „Farce“ bezeichnete, eine „dringende Überprüfung“ einforderte und Vertreter der Firma ins Ministerium zitierte.

Angesichts dessen sind die nun vorgelegten Ergebnisse der daraus entstandenen Verhandlungen dünn. Man könnte auch sagen: Der Plan des Bundesjustizministers, jetzt mal richtig aufzuräumen, ist gescheitert. Statt Facebook an die Kette zu legen, schnappt der Minister ein paar Brocken auf, die die Großkonzerne ihm gnädig hinwerfen.

Wohlverpacktes Wegmoderieren

Das belegen auch andere Punkte der Vereinbarung: Facebook und Co wollen das Melden unangemessener Inhalte einfacher machen. Aber das ist auch heute schon keine Raketenwissenschaft. Außerdem verpflichten sich die Konzerne, geschulte und deutschsprachige Mitarbeiter mit der Überprüfung gemeldeter Inhalte zu betrauen. Deutsche Mitarbeiter hat Facebook auch jetzt schon – ist aber peinlichst darum bemüht, nicht allzu öffentlich zu machen, wie viele Menschen dort wie genau arbeiten. Es besteht also wenig Hoffnung, dass sich das mit einer weiteren Ankündigung, mehr Transparenz schaffen zu wollen, groß ändern wird. Mehr als wohlverpacktes Wegmoderieren ist das alles nicht.

Hinzu kommt: Natürlich ist es nicht verkehrt, volksverhetzende Gewaltaufrufe binnen 24 Stunden zu löschen. Nur was bringt das auf Plattformen, die Neuigkeiten durch Newsfeeds und Timelines pumpen, weil Posts vor allem in den ersten Stunden die größte Aufmerksamkeit genießen? Und haben die Konzerne nicht noch ganz andere technische Möglichkeiten zum schnelleren Erkennen von Hassrede in der Besteckschublade? Ob man wirklich will, dass sie die auspacken, wäre allerdings noch zu diskutieren.

Warum bestimmt nicht die Justiz?

Die Ergebnisse könnten nur ein Anfang sein, wird Heiko Maas seit Montag nicht müde zu betonen. Damit gibt er selbst zu: Nur weil er das gern möchte, krempelt Facebook seinen Umgang mit Hatespeech nicht um. Es liegt auch weiterhin im Interpretationsspielraum von Facebook und Co, zu entscheiden, was mit deutschem Recht vereinbar ist und was nicht. Warum bestimmt der Konzern und nicht die Justiz? Auch Ansätze dafür, dass die Urheber dieser Kommentare dann an deutsche Strafverfolgungsbehörden gemeldet werden, finden sich in dem Papier nicht.

Im Zentrum der Arbeit von Maas sollte doch eigentlich dies stehen: Strafverfolgung zu erleichtern, gegen Leute, die im Netz hetzen und damit gegen deutsche Gesetze verstoßen. Volksverhetzung so zu bestrafen, wie das auch im Analogen stattfindet. Hindernisse auf dem Weg dahin zu beseitigen. Der Vorteil wäre: Konzentriert man sich darauf, muss man sich nicht von multinationalen Konzernen wie ein Schuljunge behandeln lassen.

Link:

http://www.taz.de/Maas-gegen-Hatespeech-auf-Facebook

Fiese Betrugsmaschen – Vorsicht Falle: Mit diesen Tricks ködern Facebook-Abzocker ihre Opfer

Sie profitieren von Geiz, Neugier und Schadenfreude: Im Rahmen einer Studie haben Sicherheitsexperten von Bitdefender herausgefunden, mit welchen Maschen die meisten Betrüger ihre Opfer auf Facebook über den Tisch ziehen.

Menschlichen Neigungen führen ins Verderben

Laut dem Verhaltensanalysten Nansi Lungu liegt die größte Schwachstelle in „ganz allgemeinen menschlichen Neigungen, die jeden Nutzer irgendwann in seinem Leben treffen können“. Vor allem die Neugier wird vielen Usern zum Verhängnis. Schockierende Videos und ungewöhnliche Postings lösen häufig den gefährlichen Klick aus. Außerdem packen die Cyberkriminellen ihre Opfer an deren Pflichtgefühl und ködern sie mit vermeintlichen neuen Facebook-Funktionen. Wer den entsprechenden Link aufruft, handelt sich jedoch Probleme ein.

Spam, Viren, Spionagesoftware

Die Bedrohungen auf Facebook sind vielfältig. Cyberkriminelle verbreiten Schadprogramme, stehlen Daten oder greifen Gelder ab. Besonders kostenlose Amazon-Gutscheine, Gratisreisen oder geschenkte Smartphones sind in den meisten Fällen ein Köder.

Geschenke und Gewalt: Die häufigsten Facebook-Fallen

Laut der Sicherheitsfirma Bitdefender setzen die Cybergangster immer wieder die gleichen Tricks ein, um arglose User über den Tisch zu ziehen. Die Sicherheitsexperten haben die fünf häufigsten Facebook-Fallen zusammengestellt.

Falle 1: Profilbesucher

Besonders beliebt sind bei Facebook-Betrügern Nachrichten, die den Nutzer über angebliche Profilbesucher informieren. Das soziale Netzwerk bietet diese Funktion nicht an.  Dennoch werden 45,50 Prozent der Opfer mit der Meldung „Finde heraus, wer dein Profil aufgerufen hat“ in die Falle gelockt.

Falle 2: Neue Funktionen

29,53 der abgezockten Netzwerker fielen auf falsche Informationen über vermeintliche Facebook-Funktionen herein, die Cyberkriminelle in Umlauf bringen.

Falle 3: Geschenke

Ein weiteres beliebtes Lockmittel sind Geschenke und Gewinnspielpreise. Auch hier gilt: Hände weg! Denn laut Bitdefender legen Cyberkriminelle 16,51 Prozent der Facebook-Unglücksvögel mit angeblichen Geschenken rein.

Falle 4: Prominente

Was hat Miley Cyrus jetzt wieder angestellt? Und was treibt Skandal-Schauspielerin Lindsay Lohan? Promis sind auf Facebook ein Dauerbrenner. Leider auch unter den Facebook-Betrügern. 7,53 Prozent der abgezockten Facebook-User lösen dank scheinbar harmloser Promimeldungen ungewollte Aktionen aus.

Falle 5: Videos

Egal ob Horror-Video, Sex-Clip oder Promi-Filmchen: Videos auf Facebook sind häufig gefährlich. Laut Bitdefender wird beispielsweise der Klick auf vermeintliche Gewaltvideos für 0,93 Prozent der Netzwerker zum Verhängnis.

 

So schützen Sie sich vor der Facebook-Abzocke:

Laut der Sicherheitsforscher von Bitdefender gibt es kein typisches Opferprofil. Stattdessen läuft offenbar jeder Facebook-User unabhängig von Kriterien wie Bildungsgrad und Geschlecht Gefahr, in die Falle der Abzocker zu tappen. Wer nicht zu den Unglücklichen gehören will, kann mit einfachen Mitteln vorsorgen.

  • Klicken Sie keine Inhalte an, die vor Superlativen strotzen oder mit Worten wie „OMG“ oder „Unglaublich“ beginnen.
  • Geschenke von Fremden sind im Internet genauso selten wie im realen Leben. Ignorieren Sie Gewinnspielausschreibungen und Geschenkversprechen, die Sie auf unbekannte Seiten führen, ein „Like“ voraussetzen oder von Ihnen verlangen, dass Sie ein Video aufrufen.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Virenscanner und Ihr Betriebssystem immer auf dem aktuellen Stand sind.

Link zur Homepage:

www.focus.de

Datenschutz: Facebook darf weiter an Klarnamenpflicht festhalten

 

Der Kieler Datenschützer Thilo Weichert muss eine weitere Niederlage einstecken. Seine Forderung, deutsche Nutzer müssten sich bei Facebook auch unter falschem Namen anmelden können, lehnte jetzt auch die zweite Gerichtsinstanz ab.

Facebook darf von seinen Nutzern weiterhin die Anmeldung mit ihrem echten Namen verlangen. Der Kieler Datenschützer Thilo Weichert musste in seinem Kampf um Pseudonyme für Facebook-Nutzer auch in der zweiten Instanz eine Niederlage einstecken. Das Oberverwaltungsgericht Schleswig lehnte die Beschwerden von Weicherts Unabhängigem Landeszentrum für Datenschutz (ULD) gegen zwei Entscheidungen des schleswig-holsteinischen Verwaltungsgerichts ab. Continue Reading

Sucheinstellungen: Facebook schafft Schutz von Nutzerprofilen ab

Facebook-Nutzer können künftig nicht mehr verhindern, dass ihr Profil von anderen Mitglieder aufgerufen werden kann. Das Netzwerk behauptet, diese Funktion sei nur wenig genutzt worden.

Facebook schafft eine Funktion zum Schutz von Nutzerprofilen ab. Die Funktion „Wer kann Deine Chronik über den Namen finden“ werde „in einigen Tagen“ entfernt, teilte das Online-Netzwerk betroffenen Mitgliedern mit. Mit einer Einstellung hatten Facebook-Mitglieder bislang verhindern können, dass andere Mitglieder ihre Profile angezeigt bekommen, wenn diese den entsprechenden Namen in das Suchfenster auf Facebook eingeben. Facebook hatte vor drei Wochen angekündigt, diese Funktion endgültig abschaffen zu wollen. Continue Reading

Repression in Vietnam: Der Regierung gefällt das nicht

Repression in Vietnam

Ein vietnamesischer Aktivist postete auf Facebook. Nun wurde er zu einer Bewährungsstrafe wegen des „Missbrauchs demokratischer Freiheiten“ verurteilt. Uy sei unschuldig, das Verfahren gegen ihn nicht fair gewesen. Es ist das wohl erste Mal, dass einem vietnamesischen Aktivisten wegen Kommentaren in einem Internet-Netzwerk der Prozess gemacht wurde. Continue Reading